LK Sport
"Wer schwitzt macht was falsch!"
Wir befinden uns im Jahr MCMXCIIX. Ganz Hardenberg ist von Reithus und seinen Gehilfen besetzt... Ganz Hardenberg? Nein! Ein von unbeugsamen Sportlern besetzter Kurs hört nicht auf, den Herrschenden Widerstand zu
leisten...
Einst sammelten sich im September dieses Jahres die 14 tapfersten Gladiatoren des großen Hardenbergreiches nördlich des Limes. Sie waren unter ihrem Centurio Tonius Erdenkäufus zusammengekommen, um gegen die Tyrannei des Maximus Reithus, Gebieter der blauen Wesen, anzukämpfen, der sportliche Leistungsfähigkeit als Gorilladasein abwertete. Zu diesem Zwecke wurden sie ausgebildet am Speer, an der Kugel, mit Netzen und Schlägern. Außerdem mussten sie sich einer taktisch-theoretischen Kampfes- und Trainingsführung
unterziehen.
Von diesen tapferen Helden soll nun im Folgenden berichtet werden:
Einerseits wäre da Patrick, der Mr. Burns des Kugelstoßens, dem es gelang mit seinem bloßen Schienbein eine 25 cm hohe Hürde zu zertrümmern und berühmt wurde durch seine neuentwickelte
"Wienerle-Hochsprung"-Methode.
Christian Pfeiffer hingegen war der Süße im Kurs. Heiße Aussichten zeigten sich im Trainingslager in Frankreich nicht nur den Mädchen. An seinem "Hau halt ab" und seinem Lou Bega "Hrrmmnn" erkannte man ihn bald bis über die Hardenberg-Grenzen
hinaus.
Christian Störzer, auch bekannt als das Rennschwein, ließ selbst die ausdauerndsten Recken auf der Bahn hinter sich zurück. Als Triathlet eignete er sich besonders, um Verfolgern zu entkommen, was ihm in Bezug auf seinen Geschichtslehrer auch sehr oft gelang, mit der Folge, dass dieser ihn selten
antraf.
Den ästhetischen Höhepunkt der gesamten Gruppe bildete Michaela, die höchsten Wert darauf legte, ihre (männlichen) Mitstreiter durch ihr heißes Outfit bei Laune zu halten. Dazu unterbrach sie sogar einen 800m-Lauf, nur um ihre Frisur zu richten. Zwar ist sie bei Gymnastik und Aerobic ungeschlagen, jedoch lassen ihre Volleyballkünste sehr zu wünschen übrig: Micha nimmt Anlauf, springt ab - und befindet sich schließlich dann ganze 20mm in der Luft, wobei sie den Ball gerade noch so
trifft.
Ganz im Gegensatz zu Micha ist Frank das Sprungwunder überhaupt, was nicht besonders überrascht, macht er doch schon seit Jahren Leichtathletik und war sogar schon auf größeren Wettkämpfen. Sonst ist er manchmal auch ein Weichei, dass sich sogar von Mel L. auf die Nase hauen lässt. Außerdem ist er immer so hektisch, dass er sich sogar selber überholen
kann.
Moni ist neben Bernhard leider schon das zweite Opfer eines Bandscheibenvorfalls, dass die Gladiatoren zu beklagen haben und das sie schmerzlich vermissen. Mit ihren schönen Beinen verdrehte sie nicht nur Frank den Hut, sondern mit ihren blauen Augen machte sie sogar Toni ganz
wild.
Stefan ist das Nesthäkchen, sprich das Maskottchen des LKs. Er überzeugte in allen theoretischen und praktischen Bereichen mit entsprechenden Ergebnissen. Nur in manchen Bereichen der Leichtathletik musste Stefan die Stellung des Hahn im Korb hinnehmen, nämlich dann, wenn er nur ganz gut bei den Mädchen mithalten
konnte.
Das Beweglichkeits- und Theoriegenie der Gladiatoren ist Florian S. Regelmäßig begann bei ihm abends vor Klausuren oder auch zwei Wochen vor Facharbeitsabgabe langsam die Beschäftigung mit den theoretischen Inhalten. Trotz der erwähnten Dehnbarkeit ist Flo ein begnadeter Fussballer, der hin und wieder größere Reisen mit der Bayernauswahl
unternimmt.
Ein Sport-As ganz anderer Art ist Thomas, der erst im zweiten Teil der Geschichte zur Gruppe hinzu stieß. Einzug hielt er mit einer sehr guten Hürdenleistung, die von den eher mäßigen Langstreckenleistungen ablenkte und zu seiner Aufnahme beitrug. Danach jedoch zeichnete er sich bei den Gladiatoren vor allem durch Verletzungen aller Art, und im Besonderen des Schleimbeutels
aus.
Der schlagkräftigste weibliche Part des LKs wird durch Mel L. verkörpert. Mit ihren Volleyballangaben, die durch ihr langes Faustballer-Dasein geprägt sind, lehrte sie schon so manchen Jungen das Fürchten. Doch nicht nur sportlich überzeugte Mela, sondern auch bei sonstigen Aktivitäten, wie z. B. dem Verzehr alkoholischer Getränke, ist sie nachweislich vielen Anderen
überlegen.
Coolness, 3-Tage Bart und seine gegeelten, aerodynamisch-gestylten Haare sind das Markenzeichen von Max. Anzutreffen war der Meister der Facharbeiten meist mit diversen Nahrungsmitteln, deren Verzehr dann nicht mehr allzu lange auf sich warten
ließ.
Weiterhin wäre da noch Florian T. zu erwähnen, der mit seiner schwarzen Haartracht (Haarpracht!)überall hervorstach. Als Golfer galt er bald als Altherrensportler, obwohl er sich bei sonstigen Disziplinen, vor allem beim Tennis und beim Speerwurf mit den besten Leistungen
auszeichnete.
Letztlich bleibt noch Mel H. übrig, die die Gladiatoren komplettiert. Frisch vom Ländlichen rekrutiert, nahm sie den Kampf für Sport und Freiheit mit auf. Auch wenn kleinere, bzw. größere Hindernisse, wie zum Beispiel ganze 800m im Weg waren, hielt sie bis zum Ende
durch.
Wie schon erwähnt wurden die tapferen Gladiatoren bei ihrem Kampf tatkräftig von ihrem Centurio Tonius Erdenkäufus unterstützt. Im Trainingscamp an der Côte d'Azur zeigte sich dann endlich auch seine wahre Gestalt: Der Sunnyboy mit Trägershirt und Sonnenbrille sorgte für gute Laune und für das Motto der
Kämpfer:
"Wer schwitzt macht was falsch! Nur keine Hektik!" Dass neben solch beschaulichen Momenten, wie seinem legendären Gitarrenauftritt, oder den morgendlichen Café-Besuchen jedoch auch hart gearbeitet wurde, beweist die Notwendigkeit von Fisherman's Friend und schwarzem Kaffee während der theoretischen Ausbildung. Unvergessen bleibt auch der Moment, als Tonius seinen Gladiatoren erstmals klar machte, was Krafttraining wirklich bedeutet. Trotz Tonis oft gehörtem Ruf "Nuulll!!", war diese Bewertung von Leistungen bei ihm so gut wie nie zu finden.
Unermüdlich arbeiteten nun die Gladiatoren, um schließlich die höchste Auszeichnung des Hardenberglandes zu erringen: Das (Gorilla-)Abitur! Dass diese Aufgabe ihnen vom Herrscher Reithus nicht leicht gemacht wurde, versteht sich von selbst. Reithus schickte seine gefürchtetsten Krieger an die Front, um dem Aufstand Einhalt zu gebieten. Schon bald also wurden die sich noch in der Ausbildung befindlichen Gladiatoren von Mathematikern, Fremdsprachlern und weiteren (un-)angenehmen Gesellen umzingelt. Was folgte, war ein hartes Ringen um Formeln, Vokabeln und vor allem Punkte. An diesen Einzelkämpfen muss es auch gelegen haben, dass der Kurs des Öfteren von der Schwindsucht begriffen (befallen) war. Seltsamerweise strebte die Anzahl der Gladiatoren v. a. bei Nachmittagsausbildungen oft gegen Null. Doch wie es sich für tapfere, ausdauernde Sportler gehört, bewältigten sie auch diese Hürden.
So wollen wir hoffen, dass auch diese Geschichte mit einem Festbankett unter sternenklarer Nacht für den Kurs endet, und dass alle auch die letzten Prüfungen der Götter bestehen werden, so dass ihnen nicht der Himmel auf den Kopf fällt. Und sollten die Sportler aufgrund des übermäßigen Feierns in eine solch losgelöste Stimmung versetzt werden, wer weiß, vielleicht werden sie dann sogar über ihre Schatten springen und auch den Maximus Reithus in den Kreis der Feiernden aufnehmen, anstatt ihm wie sonst, am Baum gefesselt und geknebelt, das Singen zu
verbieten.
ENDE DER GESCHICHTE,
Mel H, Mel L und Frank
P. S.: Nochmals ein kleines Dankeschön an unseren lieben Toni. Auch, wenn es hin und wieder einige kleine Meinungsverschiedenheiten gab, war der Kurs unserer Meinung nach sehr harmonisch. Vielen Dank für die gute Ausbildung und natürlich vor allem für den
Spaß!
P. P. S.: Eine kleine Anmerkung für den Maximus Reithus. Er soll die ganze Geschichte nicht zu persönlich nehmen, aber zwei Schuljahre voller böser Andeutungen und Direktheiten konnten nicht unbeantwortet bleiben. Hiermit seien diese Sprüche gesühnt.