X-Umleitungen Alles läuft übers Netz! Ein sehr grosser Vorteil von X gegenüber anderen Fensteroberflächen ist die Netzwerkfähigkeit: Die grafische Ausgabe auf dem Bildschirm und die Eingabe von Tasatatur und Maus werden vom sogenannten X-Server übernommen. Jedes gestartete Programm verbindet sich dann (auch lokal) über die Netzwerkschnittstelle mit dem Server, und sagt diesem, was dargestellt werden soll. Damit kann ich an meinem Bildschirm mit Anwendungen arbeiten, die irgendwo auf einem Rechner laufen, und merke normalerweise nichts davon. Da der ganze Fensterinhalt über das Netz transportiert werden muss, spürt man natürlich bei einer langsamen Verbindung eine Verzögerung beim Bildaufbau. Um dies zu demonstrieren, startet bitte ein X mit einem beliebigen Window- manager (z.B. kwm mit KDE: startx), öffnet ein Terminalfenster (bei KDE: ALT-F2, xterm) und gebt folgenden Befehl ein: xhost +marvin.hgf.net